KICK OFF Kinderrechte to play
Vorhang auf: Ein Wochenende voller Mitbestimmung, Rhythmus, Theater … und Pizza
Was passiert, wenn eine Gruppe Kinder die Probebühne im Podewil übernimmt? Es wird laut, es wird leise, es wird nachgedacht und vor allem: Es wird gemeinsam entschieden. Unser Kick-Off Wochenende für „Kinderrechte to play“ war genau das – ein echtes Kennenlernen auf allen Ebenen. Wir hatten zwei Tage Zeit, um nicht nur Namen und Hobbys auszutauschen, sondern auch, um das Projekt und neue Spiele kennenzulernen.



Zwischen dem Toben vor den schweren Bühnenvorhängen und gemütlichen Momenten in der Chill-Ecke tasteten wir uns beim Kennlern-Bingo aneinander heran: Wer mag Schokoeis? In welchem Haus in Hogwarts wäre man gelandet? Oder hat eine Person im gleichen Monat wie ich Geburtstag?
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Matondo. Mit einer ordentlichen Ladung Glitzer und Rhythmus im Schlepptau hat er mit uns einen Rap-Workshop durchgeführt. Nach nur 90 Minuten hatten wir die ersten Zeilen gereimt und – was fast noch wichtiger war – wir konnten den Takt halten!


Am Sonntag sind wir dann tiefer eingetaucht und haben uns spielpraktisch mit der Geschichte der Kinderrechte beschäftigt. Die Rechte, die uns in der offiziellen Liste (am Sonntag) noch fehlten, haben wir kurzerhand selbst erfunden und als Pantomime dargestellt.


Das Recht auf Mitbestimmung haben wir am Ende direkt angewandt und gemeinsam Pläne geschmiedet:
Wie wollen wir als Nächstes arbeiten? Welche Kunstformen und Formate wollen wir ausprobieren? Es wurde diskutiert, Vorschläge wurden gemacht und mit roten Klebepunkten machten die Teilnehmenden ihre Meinung sichtbar.



Zwischen Pizza-Pausen und Toben an der frischen Luft stellten die teilnehmenden Kinder so die ersten Weichen. Zum Abschluss konnten wir die großartige Produktion „UNSERE ZEIT“ des Kinderclub Rakete Jetzt! auf der großen Theaterbühne im Podewil anschauen. Wir haben mitgefiebert und sogar gespannt einem Wasserkocher beim Arbeiten zugeschaut!

Für uns als Team war es beeindruckend zu sehen, wie viel Kraft in dieser Mitbestimmung steckt. Jetzt stehen wir am Anfang einer sechsmonatigen Forschungsreise. In welche Richtung sich unser Methodenset entwickeln wird? Das wissen wir selbst noch nicht genau – und das ist das Schönste daran. Wir halten die Karten offen und freuen uns auf alles, was wir im nächsten halben Jahr gemeinsam mit den Kindern ausgraben und erfinden werden!
„Danke an alle, die dieses Wochenende möglich gemacht haben“, sagen Miles, Fabian, Fina, Paula und Jonna.

Fotos: Ruth Hundsdoerfer, berlin acts
Autor
groendahl@gripswerke.de
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