Bewegung, Vertrauen und Mitbestimmung
In der Tanztangente leitete Mariana Hilgert uns durch ein buntes Tanzwochenende, bei dem Bewegung, Kreativität und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt standen. Mit viel Energie und einem liebevollen Gespür für unsere Gruppe schuf Mariana einen Raum, in dem das Ausprobieren wichtiger war als „richtig” oder „falsch” und in dem jede Bewegung ihren Platz haben durfte.




Das Wochenende stand im Zeichen des gemeinsamen Erprobens von Tanz, Umsetzung von Bewegung in Kommunikation und Vertrauen. Die Kinder machten stärkende Erfahrungen wie „Ich kann das selber machen!” oder „Keine Bewegung ist komisch, wenn sie Spaß macht!”. Tanz wurde zum Ausgangspunkt, um den eigenen Körper und den Raum bewusst wahrzunehmen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und miteinander ins Handeln und Verhandeln zu kommen.


Besonders spannend war die Arbeit mit dem Spiegel. Mariana machte von Beginn an deutlich, dass es dabei weder um Selbstbewertung noch darum geht, „richtig“ auszusehen. Stattdessen wurde der Spiegel als kreatives Hilfsmittel genutzt, um Bewegungen zu erforschen und Neues auszuprobieren. Dadurch verlor er für uns alle schnell seine Bedeutung als Symbol der kritischen Selbstkontrolle.


Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich selbst und andere neu wahrzunehmen. Dies geschah in Übungen zu Nähe und Distanz sowie verschiedenen Partner*innenaufgaben.



Die Arbeit mit Holzklötzen und Musik war besonders spannend. Zunächst wurden die Klötze wie Blumen nur durch Blickkontakt weitergereicht. Später führten sich die Kinder mit geschlossenen Augen gegenseitig durch den Raum. Es entstand eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre, in der Vertrauen und gegenseitige Verantwortung gefühlt wurden.





Die Erfahrungen aus den Bewegungsübungen wirkten auch über den Tanz hinaus. In den Gesprächsrunden und während der Pausen griffen die Teilnehmenden auch eigene Erlebnisse auf. Themen wie Vertrauen, Mitbestimmung und Mobbing wurden dabei besprochen und reflektiert.



Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung eigener Bewegungsfolgen.In Kleingruppen entstanden Ideen, die ausprobiert und schließlich zu gemeinsamen Choreografien weiterentwickelt wurden.






Den Abschluss bildete eine kleine interne Präsentation der gemeinsam entwickelten Choreografien. Dabei konnten die Kinder erleben, dass ihre Ideen zählen und dass durch Zusammenarbeit etwas Eigenes entstehen kann – einfach gelebte Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit.



Ruth Hundsdoerfer begleitete den Workshop mit viel Feingefühl und Humor. Sie hielt die vielen kleinen und großen Momente des gemeinsamen Tanzens fotografisch fest. Danke für die schönen Fotos von unserem Wochenende.


Herzlichen Dank an alle Menschen, die dieses Wochenende möglich gemacht haben. Es war ein Wochenende voller gemeinsamer Bewegung und neuer Ideen zur Kommunikation mit Tanz.


Fotos: Ruth Hundsdoerfer (berlin acts: kultur pr)
Autor
groendahl@gripswerke.de
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